3. Tag - Nässjö - Stockholm

Wachabloesung Um 6:30 muss wohl der Wecker geklingelt haben, denn Kaiser ist schon wach und weckt mich. Wir stehen leicht unter Zeitdruck, da wir den X2000 um 7:47 Uhr gen Stockholm erwischen müssen. Wir schaffen es und haben uns bis 10:25 Uhr an das Zugfahren in Skandinavien schonmal zu gewöhnen. Wir spielen Schieb, was {nozoomimg "$home/images/ir/sj.gif,75,38,SJ,left"} wohl zum IR-Spiel überhaupt prädestiniert ist. Wir kommen pünktlich (dieses Wort taucht im schwedischen Vokabular im Gegensatz zum schottisch-englischen auch auf) in Stockholm C an und deponieren unser Gepäck in Schließfächern, die mit 25 Kr nicht gerade billig sind. Befreit von aller Last müssen wir uns erst mal stärken und zwar im örtlichen McDonald´s (Wölli entdeckt Ähnlichkeit mit amerik. Bar der 50er). Nicht nur die Schließfächer sind in Schweden teuer, sondern auch der McDonald´s. Trotzdem gönnen wir uns ein Stor Menü. Mir fällt auf dem Weg durch die Altstadt ein, dass zehn Minuten später die Wachablösung anfängt.

Wachabloesung Es lohnt sich echt. Die Garde kommt beritten (die armen Viecher sind schier ausgeflippt) und mit Musik begleitet in den Palast und übergibt in einer einstündigen Zeremonie die Flagge. Wir hoffen in England noch etwas besseres zu sehen, sollten aber bitter enttäuscht werden.

Beim Bummel durch die alte Einkaufsinsel liegt die Aufmerksamkeit eher bei den Mädchen als bei den teuren Boutiquen, wenn man Mal von Max und mir ausgeht. Danach ereignet sich etwas, das uns das ganze weitere IR und vielleicht unser weiteres Leben begleiten würde: DER Einkauf. Wir kaufen nämlich nicht nur das allgemeine normale Zeugs ein, sondern auch eine Gurke und Fruchtjoghurt nach einer demokratischen Abstimmung ein (ich weiss, Wölli, ich spiel das hier ein bisschen hoch, aber lass mir doch meinen Spaß). Die Frage, wo wir abends schlafen werden, klärt sich nach der Fahrt mit der T-Bana, nach etwas außerhalb, wo wir einen Campingplatz finden. Ich werde an diesem Tag stolzer Besitzer einer schwedischen Campingkarte, die uns noch viele Rabatte und Discounts verschaffen sollte. Endlich können wir (Kaza, Tobi, ich) baden gehen (in den Mänaren) und uns duschen, allerdings ohne Heißwasser, das, wie wir später feststellen, genauso wie sämtliche öffentliche Klos extra kostet. Sauber und vital, kommen wir durch ein Indiakaspiel (auf richtigem Feld mit Netz) an den für IR obligatorischen Schweiß. Später wagen sich auch Max und Wölli etwas näher ans Wasser. Max (Tobi, Kaza und ich übrigens auch) zum Mädlegucke und Wölli zum Foddomache. Das folgende Abendessen, Spaghetti Carbonara mit Päcklessauce, ist in der Nähe von Uncle Ben´s zu werten (). Im Halbdunkel kurz vor 21:00 Uhr ergreift uns alle ein Anfall von akutem Kartenfieber, der durch Kartenschreiben gelindert wird. Tabea erhält ihre erste Karte von "ihren" Pfadis, die sich geschworen hatten, Tabea unter einem Kartenstapel zu begraben (sie haben es zum Glück nicht geschafft). Die ordinären Menschen Wölli und ich dürfen noch unterschreiben. Wölli, Max und ich verkriechen sich um 22:30 Uhr ins Zelt zum Schlafen, die zwei Hardcore-Pfadis wählen den Felsen als Schlafstätte.