2. Tag - Trelleborg - Nässjö

Holle Großes Erwachen erfolgt gegen ca. 5:45 Uhr. Wir haben eine kurze, v.a. aber laute Nacht hinter uns. Unsere Laune ist trotzdem bestens, als skandinavisches Land in Sicht kommt. Das Einschiffen verläuft relativ schnell, so dass wir um 7:30 Uhr schon schwedischem Boden unter den Füßen haben. Trellebørg macht einen recht positiven Eindruck und wir stellen unser Zeug erstmal in Hafennähe auf einem begrünten Fleck ab. Unser erstes Frühstück im Ausland besteht aus einer oder auch zwei oder drei Portionen Müsli mit H-Milch. Der Kocher wird mit einer großen Teezeremonie eingeweiht. Unsere Laune wird darauf das erste Mal auf IR getrübt; wenn man von schlechten Zugverbindungen von Trellebørg nach irgendwo spricht, ist das noch untertrieben. Dafür hat Trellebørg einen schönen Busbahnhof und Busse fahren auch von da ab. So auch einer um 8:55 Uhr und genau dieser nimmt uns kostenfrei mit nach Malmö, einer größeren Stadt mit größerem Bahnhof und besseren Zugverbindungen.

Malmoe Gerade weil diese Verbindungen besser sind, sind sie auch ausgebucht, jedenfalls die X2000 Verbindung nach Stockholm (nur 1.Klasse, Zuschlag: 60 Kronen). Wir disponieren kurzerhand um und demonstrieren unsere Unabhängigkeit. Unser neuer Plan bringt uns nach einer Stadtbesichtigung Malmös, das einen sehr schön gelegenen Bahnhof hat, nach Tranås, wo wir hoffen einen Badesee zu finden. Wir finden keinen. Wir entscheiden uns, zurück nach Nässjö zu fahren und nehmen einen Schienenbus, der um 16:05 dort ankommt. Nässjö ist auch nicht direkt ein Tourizentrum, aber es hat einen See, den wir nach 20 Minuten Fußmarsch auch erschöpft und absolut kaputt erreichen (unsere Kondition würde noch mehrere Male auf die Probe gestellt werden).

Zeltplatz Bei näherem Betrachten ist der See auch nicht der Hit, nix herrliches, sauberes schwedisches Wasser, sondern eher Industriekloake vom Feinsten. Das einzige, was dort später drin badet, sind unsere Töpfe, die unser Abendessen, Tomatensuppe mit Brot, enthalten hatten. Wir verbringen den Abend mit ausruhen und Indiakaspielen bis wir schließlich gegen 22 Uhr in unsere Schlafsäcke sinken. Die Mücken wachen jetzt erst auf.