Großes Erwachen erfolgt gegen ca. 5:45 Uhr. Wir haben eine kurze, v.a. aber laute Nacht hinter uns. Unsere Laune ist trotzdem bestens, als skandinavisches Land in Sicht kommt. Das Einschiffen verläuft relativ schnell, so dass wir um 7:30 Uhr schon schwedischem Boden unter den Füßen haben. Trellebørg macht einen recht positiven Eindruck und wir stellen unser Zeug erstmal in Hafennähe auf einem begrünten Fleck ab. Unser erstes Frühstück im Ausland besteht aus einer oder auch zwei oder drei Portionen Müsli mit H-Milch. Der Kocher wird mit einer großen Teezeremonie eingeweiht. Unsere Laune wird darauf das erste Mal auf IR getrübt; wenn man von schlechten Zugverbindungen von Trellebørg nach irgendwo spricht, ist das noch untertrieben. Dafür hat Trellebørg einen schönen Busbahnhof und Busse fahren auch von da ab. So auch einer um 8:55 Uhr und genau dieser nimmt uns kostenfrei mit nach Malmö, einer größeren Stadt mit größerem Bahnhof und besseren Zugverbindungen.
Bei näherem Betrachten ist der See auch nicht der Hit, nix herrliches, sauberes schwedisches Wasser, sondern eher Industriekloake vom Feinsten. Das einzige, was dort später drin badet, sind unsere Töpfe, die unser Abendessen, Tomatensuppe
mit Brot, enthalten hatten. Wir verbringen den Abend mit ausruhen und Indiakaspielen bis wir schließlich gegen 22 Uhr in unsere Schlafsäcke sinken. Die Mücken wachen jetzt erst auf.