25. Tag - Paris

Für mich ist heute der letzte IR-Tag. Wir laufen gemeinsam noch zur Sacre-Coeur nachdem wir uns von Mme verabschiedet haben. Ich muss feststellen, dass ich die Kirche am Vortag nur knapp verfehlt hatte (so ca. 10 Straßen). Die Kirche sieht aus wie eine Muschi (whoops: Moschee). Sie ist riesig und hat eine gigantische Gruft mit ausgedehntem Kellergewölbe. Wir merken erst nachher, dass der Spass nicht umsonst gewesen wäre. Montmartre, das die Sacre-Coeur umgibt, ist auch recht schön, aber nichts besonderes. Wir kaufen alle noch etwas Proviant und fahren nach Châtelet, Ort des Abschieds. Mir wird bewusst, dass ich die anderen für den weiteren Verlauf meiner Reise nicht mehr sehen würde. Tränen, Schreikrämpfe von beiden Seiten. Passanten bleiben stehen und spenden Geld für neue Socken. Für Kaiser, Wölli, Max, und Tobi folgen noch einige harte Tage, aber auch sie würden nicht bis zum Ende zusammen bleiben und vorher getrennt werden. Aber sie rangen sich durch und besiegten so am Ende das Monster IR, bändigten es und sperrten es in eine ALDI-Pappschachtel um es beim Metzger Kienzle später zu Hackfleisch verarbeiten zu lassen und es den Hungernden in Somalia zukommen zu lassen.

Ergänzung von Wölli:

SonnenuntergangNach der schmerzlichen Trennung von Holger zog es uns an die Atlantikküste. Mit dem TGV nach Arcachon. Dort fanden wir nach kurzer Suche noch einen Bus, der uns zum Strand bringen sollte. Als wir an der Haltestelle ausstiegen, war weit und breit kein Meer zu sehn. Wir orientierten uns an der Brandung und kämpften uns durch das wilde Buschwerk der letzen Urwälder Europas. Nach hartem Kampf hörten wir die Brandung schon deutlich, standen aber vor einem 140 Meter hohem Sandberg : Die Düne Pyla. Also hieß es Rucksäcke festschnallen und ab die Post. Leider hatte die Düne etwas gegen uns und ließ unsere Füße nach 30cm aufwärts wieder 20cm abwärts rutschen. Nach endlosem Aufstieg erreichten wir endlich die Spitze. Von dort ging's im Laufschritt hinunter an den Strand, wo wir uns Nudeln mit Meerwasser kochten und dazu Ravioli aus der Dose aßen. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang und Spülen mit Sand machten wir kehrt und kämpften uns die Düne wieder hoch. Wieder im Wald angekommen legten wir uns geradewegs auf den Weg. Nachts fing es noch an zu regnen, was unsere Laune vermieste, so daß wir uns am nächsten morgen trennten und somit unsere Interrail-Tour beendeten.