...Allerdings nur bis Tobi um 3:23 einen Tropfen abkriegt und Alarm schlägt. Toll! Guten
Morgen, England! Es regnet und wir fliehen ins (provisorisch zum Trocknen (hahaha, witzig,
witzig, ich lach mich tot) aufgebaute) Zelt und schlafen dort weiter. Um neun
Routinewecken durch Herrn Ulmer. Wir beeilen uns und kriegen den Zug nach Edinburgh,
der knackevoll ist und nur durch Kampf betreten werden kann. Nix mit queuing, wo sind die
britischen Manieren? Gibt's wohl nicht in Schottland.
Knackevoll sind auch die Lockers im Edinburgher Bahnhof, d.h. wir müssen wohl unser Zeugs
mitschleppen, d.h. die Stadtrundfahrt fällt wohl auch ins Wasser, also doch ins Castle, wo
wir gegen 12:10 ankommen.
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Der Spass ist nicht gerade billig und wir gehen auch nur rein, weil ein Schottlandtouri
ohne Edinburgh Castle wie ein Mon Cheri ohne Piemont-Kirsche ist. Wir warten dann dort
noch eine 1/2 Stunde auf die Gallery Guide Audioführer, die wirklich was taugen. Edinburgh
Castle selbst ist relativ gross und hat eine lange ausführliche Geschichte hinter sich
(das gute Schloß war wohl stets im Umbau, immer unter Beschuss und die ganze Zeit in
Intrigen verwickelt). Als besonderes Bonbon bekommen wir die Ehrenzeichen Schottlands
(Honors of Scotland), auf die jeder echte Schotte wirklich stolz sein kann, zu Gesicht und
auch deren Geschichte vermittelt. Danach sind wir so geschafft, dass wir das Schloss
verlassen und uns in den Park legen müssen. Kaza und ich erkundigen die Umgebung und
suchen sie auf einen Mac o.ä. ab. In
weiter Entfernung finden wir einen BK und stärken uns dort (ich lebe immer noch BSE-frei),
kehren dann zurück und lösen die anderen ab, die in entgegengesetzter Richtung wesentlich
schneller was finden.
Ein GNER fährt um 17:08 Richtung Pitlochry. Wir auch. Alle haben Sitzplätze. Ankunft 19:00.
Diesmal finden wir schneller einen Schlafplatz (ist in England insgesamt wesentlich
problematischer als in GOS und GON (Good old Sweden, Good old Norway)). Ein Tscheche ist
auch schon da. Unser Essen heute ist eine Delikatesse: Reis mit einer süß-sauer Komposition
bzw. einem Curry-Dip. Mir wird beim Anblick schon heiss-kalt, auch die Allesfresser
(sprich: alle anderen) müssen, wenn auch nur zögernd, zugeben, dass es doch nicht so ganz
das Wahre ist (diese Aussage wird im Laufe der Zeit noch öfters korrigiert werden, so dass
die endgültige Aussage ungefähr folgendermaßen klingt: "Man nehme zwei Kilo Scheiße und
mische sie mit 200g Kotze, darüber eine Unze frischer Urin und fertig ist die ganze Chose).
Unser Freund Knoblauchbutter wertet den tristen Reis dann doch noch etwas auf und schafft
rasche Abhilfe. In der folgenden Handtuchschlacht kicke ich Tobis Ass (er will es mir
immer noch nicht glauben), während Max und Wölli den Programmpunkt des folgenden Tages,
die Blair Athol Whiskey Distillery, ausfindig machen.
22:20 Zapfenstreich
23:00 Meine Zimmerkumpanen gehen nicht auf meine Diskussionsvorschläge ein und würden
lieber draußen schlafen.