Um 4:44 ist der Traum vom Ausschlafen für mich passé, Wölli bewegt sich ein paar Mal und tut so, als schlafe er noch. Die anderen tun es tatsächlich. Es ist schon wieder hell, aber wir haben noch 5 Stunden bis zur Ankunft. Es sind genau fünf Stunden und eine Minute wie ich nach Ankunft in Bodø errechne.
Der Bahnhof ist sehr klein und bietet wenig Platz zum frühstücken, also setzen wir uns auf eine Mauer außerhalb des Bahnhofes, essen unsere Honigbrote und trinken Kaffee (Kaza und ich) bzw. Tee (der Rest). Tobi, Kaza und ich beauftragen uns für Essensnachschub zu sorgen. Wir suchen und finden: einen RIMI (Aldi lässt grüßen). Im Touricenter besorgen wir uns Infomaterial zur Attraktion der Region, dem Mahlstrom Saltstraumen. Wir treffen andauernd auf die Österreicher aus Trondheim, bis wir ihnen schließlich erlauben sich für die Dauer des Saltstraumenaufenthalts bei uns aufzuhalten.
Das IR-Ticket bringt uns auf der Fahrt per Bus 50% Ermäßigung, die Fahrer scheinen jedoch nichts davon zu halten (der auf der Rückfahrt jedenfalls lässt sich nur schwer überzeugen, v.a. da Tobi sein Ticket und nicht nur das - vergessen hatte). Erst während der Busfahrt wird uns klar, was nachts passiert ist. Wir haben den Polarkreis überquert!
Wir kommen ca. eine halbe Stunde zu früh an, so dass wir den Höhepunkt der Strömungen um 15:04 voll miterleben können. Max und ich von einer Brücke, die anderen von unten: gigantische Walzen, Strudel, etc. Es pfeift ein starker Wind. Nachdem die Strömungen wieder abnehmen, reißen wir uns los und fahren nach "Hause", sprich ein abgelegener Platz im Stadtpark Bodøs, auch Platz unseres Abendessens: Rührei und Knoblauchbrot.
Jeglichen darauffolgenden Aktivitäten, wie z.B. Indiakaspielen, wird um 20:00 Uhr ein jähes Ende gesetzt, denn da setzt unser erster richtiger Regen ein, der bis 22:00, als wir einschlafen, nicht ganz aufgehört hat.